
P R E S S E - I N F O
Für die Berichterstattung durch Journalisten ist im
Pressebereich eine aktuelle Zusammenstellung der persönlichen Informationen über Christoph Bayer, seinen politischen Werdegang und die politischen Schwerpunkte seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter zum Download hinterlegt.
Darüber hinaus enthält diese Rubrik aktuelle Pressefotos zur freien Verwendung.
P R E S S EMobile Jugendarbeit nicht Kaputtsparen
Christoph Bayer kritisiert Kürzungen der Landesförderung

Die im Haushaltsentwurf der Landesregierung beabsichtigte Kürzung der Landesförderung für Mobile Jugendarbeit um bis zu 50% bedrohe auch die Jugendarbeit im Kreis, meint der SPD Landtagsabgeordnete Christoph Bayer, der vor seiner Mandatstätigkeit für die Jugendhilfe im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zuständig war. Landesweit würden die Kürzungen zu einem Abbau von 30 bis 40 der derzeit etwa 200 Vollzeitstellen in der Mobilen Jugendarbeit führen. Damit wäre der seit 2007 im Rahmen des Bündnisses für Ausbildung erfolgte Ausbau Mobiler Jugendarbeit wieder rückgängig gemacht. Im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald sei der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg ein wichtiger Baustein zur Finanzierung der Mobilen Jugendarbeit, die auch im ländlichen Raum immer wichtiger werde. Er decke etwa 20 % der Personalkosten. Betroffen ist die mobile Jugendarbeit in Breisach, Ehrenkirchen, Bollschweil, Schallstadt und Ebringen.
Mobile Jugendarbeit sei, so Bayer, eine wichtige Ergänzung der vorhandenen Jugendarbeit in den Vereinen. Sie richte sich gerade an besonders benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, die von bestehenden Angeboten nicht ausreichend erreicht würden. Nach einer landesweiten Statistik seien durch das Förderprogramm Mobile Jugendarbeit über 19.000 benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene in Baden-Württemberg erreicht worden. Die Anzahl dieser Jugendlichen beschränke sich schon lange nicht mehr auf städtische Ballungszentren. Mit einer Kombination von Streetwork, Einzel- und Gruppenarbeit, sowie gezielter Gemeinwesenarbeit könnten so auch Erfolge bei der Integration von benachteiligten jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit erzielt werden. Oft seien die Fachkräfte der mobilen Jugendarbeit zunehmend auch mit Problemen, wie Alkoholkonsum, Gewalt und Delinquenz konfrontiert und manchmal die einzigen Ansprechpartner, denen es gelinge trotz schwierigster Bedingungen mit den jungen Menschen Perspektiven zu erarbeiten, so der Abgeordnete Christoph Bayer, der auch jugendpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion ist. Er weist darauf hin, dass die positiven Effekte Mobiler Jugendarbeit für die Jugendlichen, wie auch für ihre Familien durch eine vor wenigen Wochen vorgestellte Studie der Universität Tübingen deutlich bestätigt wurden. Deswegen sei die beabsichtigte Kürzung der Landesförderung für Mobile Jugendarbeit in Anbetracht der durch die Finanzkrise hervorgerufenen zunehmenden Probleme gerade benachteiligter Jugendlicher "zur Unzeit ein völlig falsches Signal". Der Unterstützungsbedarf erhöhe sich, die Landesregierung kürze die Mittel, kritisiert der Abgeordnete und fordert im Zusammenhang mit der Haushalshaltdebatte im Landtag die unbedingte Erhaltung bisherigen Zuschüsse von 11.000 Euro pro Vollzeitstelle.

Pressemitteilung von Christoph Bayer vom 01. Februar 2010

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