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Bald 950 Schulsozialarbeiter im Land

Wiedereinstieg bei der Schulsozialarbeit beschlossene Sache - Start nur noch eine Frage des Zeitpunkts

"Ich bin froh, dass der Wiedereinstieg in die Mitfanzierung der Schulsozialarbeit so schnell auf den Weg gebracht wurde", freut sich Christoph Bayer, MdL. Noch nicht einmal ein halbes Jahr nach Regierungsantritt steigt die neue Landesregierung, wie versprochen, wieder bei der Mitfinanzierung der Schulsozialarbeit ein. An der Wichtigkeit der Schulsozialarbeit lässt der profilierte Bildungspolitiker Bayer keinen Zweifel aufkommen. Hatte er doch schon 2007 im "Bildungsaufbruch", dem damals ambitionierten bildungspolitischen Konzept der SPD-Opposition, Schulsozialarbeit gefordert. Bayer, bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, ist mit Sozialministerin Katrin Altpeter einig, dass Schulsozialarbeit ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung des Schulerfolgs, zur Eingliederung in der Arbeitswelt und zur gesellschaftlichen Integration sei.

Der Wiedereinstieg in die Schulsozialarbeit sei beschlossene Sache, verlautet aus dem Sozialministerium. Es gehe nur noch um den Zeitpunkt des Starts.15 Millionen Euro werden für die vorgesehene Drittelfinanzierung zur Verfügung stehen. Das würde neben der Mitfinanzierung der vorhandenen 700 Vollzeitstellen im Land für weitere rund 250 Stellen reichen.

"Sehr erfreulich", findet Alexander Willi, Hauptamtsleiter in Müllheim, diesen Entschluss der Landesregierung. Was das genau für Müllheim bedeute, müsse noch abgewartet werden. "Sicher aber ist, dass dieser für uns sehr wichtige Bereich dadurch künftig einfacher die Zustimmung unserer Gemeinderäte finden wird. Wir haben die Schulsozialarbeit, künftig drei ganze Stellen allein bei der Stadt Müllheim, nicht nur nicht zurückgefahren sondern ausgebaut, allerdings immer mit dem sorgenvollen Blick auf den kommunalen Haushalt." Auch dem Bad Krozinger Bürgermeister Ekkehart Meroth ist die Unterstützung des Landes willkommen, wobei er nicht vergisst, eindringlich an die Verantwortung von Eltern und Lehrer "in erster und zweiter Linie" für die Bildung und Erziehung der Kinder zu erinnern.

"Viele unserer Kollegen in der Schulsozialarbeit arbeiten mit sehr niedrigen Kontingenten am Rande ihrer Möglichkeiten und Kraft", führt Petra Zai-Englert, vom Landesvorstand des Netzwerkes Schulsozialarbeit, die aktuelle Situation an den Schulen vor Augen. "Wir hoffen, dass diese Zeitkontingente durch die Finanzierungshilfe aufgestockt werden." Zai-Englert arbeitet selbst als Schulsozialarbeiterin seit zehn Jahren an der Markgrafen-Realschule in Emmendingen. An manchen Schulen in Deutschland arbeiteten Kollegen mit einer Vollzeitstelle in sieben Schulen gleichzeitig und wären theoretisch für 2500 Schülerinnen und Schüler zuständig. Solche Situationen, die Schulsozialarbeit zur Sozialfeuerwehr degradieren, dürfte es nicht mehr geben.

"Der Wiedereinstieg in die Mitfinanzierung ist nicht nur eine Entlastung der Kommunen, die in den vergangenen Jahren trotz finanzieller Engpässe Schulsozialarbeit teilweise auf- und ausgebaut haben", weiß Christoph Bayer aus Schulbesuchen überall im Land. "Genauso wichtig ist das Signal, wie ernst der Problemdruck an den Schulen genommen wird. Demonstriert wird der erklärte Wille der Landesregierung, solide Grundlagen für eine Schulentwicklung zu schaffen, die den Kindern zugute kommen wird."

Christoph Bayer, SPD. Mitglied des baden-Württembergischen Landtags.

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Pressemitteilung von Christoph Bayer vom 27. September 2011

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