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Dienstag, 13. Dezember 2011
Die grün-rote Landesregierung richtet ab dem kommenden Schuljahr 2012/13 weitere 50 Eingangsklassen an den Beruflichen Gymnasien im Land ein. Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald erhält die Gewerbeschule Breisach damit eine neue Klasse. Interessenten aus dem Kreis dürften auch davon profitieren, dass es in Freiburg beim Technischen sowie beim Agrarwirtschaftlichen Gymnasium weitere neue Klassen geben wird. "Der Ausbau der Beruflichen Gymnasien ist ein wesentlicher Beitrag, um die Bildungsgerechtigkeit im Land zu stärken", freut sich der SPD- Landtagsabgeordnete Christoph Bayer.
Die Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg führen zur allgemeinen Hochschulreife und garantieren die Durchlässigkeit im Bildungssystem, indem sie über die gymnasiale Oberstufe Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife und entsprechendem Notendurchschnitt zum Abitur führen. Damit, so Bayer, erhielten insbesondere die Realschüler durch die neuen zusätzlichen Klassen weitere Möglichkeiten, auf ein Berufliches Gymnasium wechseln zu können. Dies sei ein weiterer Schritt zur Umsetzung eines Rechtsanspruches auf einen Platz an einem Beruflichen Gymnasium für alle zugangsberechtigten Bewerberinnen und Bewerber. Der Beschluss der Landesregierung, keine der insgesamt 3300 Lehrerstellen zu streichen, die durch den Schülerrückgang in Baden-Württemberg voraussichtlich wegfallen könnten, mache es möglich, solch wichtige Akzente zu setzen.
Im Zuge der Erweiterung um 50 Eingangsklassen werden an 18 Standorten von kaufmännischen, gewerblichen und hauswirtschaftlichen Schulen neue Berufliche Gymnasien der dreijährigen Aufbauform eingerichtet. Darüber hinaus werden bestehende Berufliche Gymnasien durch die Schaffung weiterer Parallelklassen gestärkt - dadurch erfolgt teilweise auch eine Ausweitung des inhaltlichen Angebots.
Für die Gewerbeschule in Breisach bedeutet dies, dass eine neue Eingangsklasse für das Fach Mechatronik angeboten werden kann. Das passe hervorragend zum Profil dieser Schule, meint Bayer und hofft, dass bald auch die räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden können.
Mehr Vielfalt und passgenaue Angebote sind die besten Voraussetzungen, Leistungsstärke und Bildungsgerechtigkeit miteinander in Einklang zu bringen, ist Bayer überzeugt.
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Erika Jacobsen
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